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 Betreff des Beitrags: Umbauvarianten Polo 86c
BeitragVerfasst: 3. Okt 2016, 10:29 
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Umbau auf G40
Vorteile Nachteile
geringes Gewicht (1.3er Motor)
viel Power möglich (bis zu 200 PS und mehr)
komplette Technik “übernehmbar” gesamtes Spenderfahrzeug nötig
anfälliger G-Lader
Der PY ist eine 1.3 Liter Maschine mit einigen Besonderheiten. Zum einen wäre da die Einspritzanlage zu erwähnen, diese bestitzt für jeden Einlass eine eigene Drosselklappe. Desweiteren ist da der G-Lader, der die Luft, bevor sie in die Einspritzanlage gelangt, mechanisch verdichtet. Der G-Lader wird mittels Riemen über die Kurbelwelle angetrieben. Die Ladeluft wird aber vorab noch durch einen Ladeluftkühler gekühlt, weil gekühlte Luft weniger Volumen einnimmt wie warme Luft. Diese Maßnahmen machen den 1.3 zu einer richtigen “Powermaschine”, mit wahnsinnigen 113PS (welcher 1.3er ab Werk kann da schon mithalten)
Was wird benötigt?

Block (PY)
Getriebe (geht auch das alte, aber Vmax wird geringer und man hat noch mehr Drehmoment)
komplette Einspritzung (Luftfiltergehäuse, Luftmengenmesser, Drosselklappe, Ansaugbrücke, Einspritzdüsen, Steuergerät (DIGIFANT))
Benzinpumpe
Zündanlage
Motorkabelbaum (der Innenkabelbaum kann weiter verwendt werden
Antriebswellen
Bremsanlage
Hinterachse
Stabilisator
Fahrwerk (die meisten Sportfahrwerke sind für G40 ausgelegt)
Krümmer
Kat
Auspuffanlage (die meisten Sportauspuffanlagen (ab Kat) sind für G40 ausgelegt)
G-Lader
Ladeluftkühler

Umbau auf 1.8er (G60)
Vorteile Nachteile
mehr Hubraum (1.8er oder 2.0er Motor)
viel Power möglich
kein Lader nötig
auch G60 fahrbahr (jenseits von 200 PS) hohe Kosten (Salzmann-Hilfsrahmen)
Teile selber fertigen
wird kopflastig durch höheres Gewicht

Umbau auf 1.6er
Vorteile Nachteile
weniger Gericht als 1.8er
mehr Hubraum als G40
auch hier sind 200 PS erreichbar
kein Lader noch relativ neuer Motor (6N)
viel selbst basteln
Der 1,6er ist im Prinzip ein 1,3er Motor mit einem um 2-3 Zentimeter höherem Block.
Das war nötig, um den längeren Hub für die 0,3 Liter Mehrhubraum zu realisieren.
Der passt so rein, nur die Motorhalterung vorne rechts (an der Lichtmachine) muss angepasst werden.
Leider passen die Ansaugbrücken der “Alten” Motoren nicht an die neuen 1,6er. Die alten Köpfe sind wiederum nicht mit den neuen kompatibel:
Beim G40 ist der Muldenbrennraum im Kolben, beim 1,6er sitzt der Brennraum im Kopf. Wenn man aber den 1,6er mit Multipointeinspritzung nimmt,
hat man schon eine passende Ansaugbrücke. In Verbindung mit einem Steuergerät vom G60 soll das alles sehr gut funktionieren…

Umbau auf 1.4er
Vorteile Nachteile
weniger Gericht als 1.8er
mehr Hubraum als G40
auch hier sind 200 PS erreichbar
kein Lader noch relativ neuer Motor (6N)
viel selbst basteln
Man benötigt die Motorhalter vom IIer bzw. IIF. Diese an den 6N-Motor einfach dranschrauben. Man muss dazu lediglich wieder eine alte Polo-Lichtmaschine verwenden und die Keilriemenscheibe vom Polo statt dieser neuen “Spezial”-Riemenscheibe. Dann kann man den Motor einfach einbauen. Sieht aus, als wäre er schon immer da drin gewesen.
Sollte er dann an der Haube anschlagen, muss man das rechte Motorlager vom Polo I verwenden, das ist minimal flacher. Meistens geht es aber auch so.
Zum Auspuff: man kann die Anlagen vom IIer / IIF einfach weiter verwenden. Man muss nur einen TÜV finden, der das einträgt. Gibt es aber!
Die eigentlichen Probleme sind dann bei der Elektrik. Da die Wegfahrsperre ins Steuergerät integriert ist, muss man in der Nähe des Zündschlosses den entsprechenden Transponder einbauen und sich geeignete Schlüssel besorgen. Da ist es sehr hilfreich, wenn man einen KFZ-Elektriker von VW kennt.
Wenn ma das dazugehörige Getriebe nehmen will, musst man auf Seilzugschaltung umbauen oder das Getriebe selbst auf Schaltstange umbauen.
Weiterhin müssen die Antriebswellen gekürzt oder (einfacher) die Antriebswellenstümpfe am Getriebe gegen die eines alten Pologetriebes getauscht werden.
Natürlich sollten die Bremsen der Mehrleistung angepasst werden und auf G40-Standard umgerüstet werden.

Umbau auf MKB 3F (75PS-Polo)
Vorteile Nachteile
1:1-Umbau möglich
kein Lader komplettes Spenderfahrzeug nötig
komplette Einspritzung (Luftfiltergehäuse, Luftmengenmesser, Drosselklappe, Ansaugbrücke, Einspritzdüsen, Steuergerät (DIGIFANT), Kabelbaum …)
einen lastabhängigen Bremskraftregler an der HA
neue Bremsleitungen
Umbau auf MKB NZ
Vorteile Nachteile
relativ einfacher Umbau
(“nur” Anbauteile)
bis zu 100 PS möglich
geringes Gewicht
kein Lader Tuningmaßnahmen müssen folgen
kaum mehr als 100PS möglich
Was wird alles benötigt?
Am besten man besorgt sich die Teile von einem 2F-Polo MKB NZ, da hier alles stimmt.
Aber ein 2er Polo MKB NZ oder 2er Golf tun’s auch.
Verteiler
Zündspule
Ansaugbrücke
Kabelbaum
Steuergerät
Lambdasonde
Luftfilterkasten
Benzinpumpe (die alte geht auch, für Tuning jedoch zu schwach)
Zusatzluftschieber
Umschaltventil am Aktivkohlebehälter



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 Betreff des Beitrags: Re: Umbauvarianten Polo 86c
BeitragVerfasst: 1. Nov 2016, 14:17 
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Hallo

Meine Erfahrung um ein Polo G40 zu tunen ist kein Problem. Ich möchte nur bei sagen das eine Leistung von 165PS reicht und der Polo Alttagstauglich ist und man nicht jedes Wochenende am Schrauben ist. Weiterhin hat man in der Regel Probleme mit dem Getriebe und Antriebswellen. Also bei ca.190PS hatten wir früher damit immer Probleme.

Aber gut das muss jeder selber wissen.... Unter viel Aufwand kann man auch ein Golf 2 Getriebe mit Seilzug verbauen dafür muss man eine Adapter Platte fräsen und viele Anpassungen tätigen...aber dann kann man auch über 200 PS gehen....

Und bei allen Umbauten empfehle ich einen Ölkühler....

So in diesen Sinne

Kai



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